Geschichte der Biokunststoffe

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Historisch gesehen waren die ersten industriell eingesetzten Kunststoffe natürlichen Ursprungs. Bevor durch Erdölraffination gewonnene Monomere ab den 1930er-Jahren genutzt werden konnten, wurden zahlreiche alltägliche Gegenstände aus biobasierten Polymeren hergestellt.

Die verwendeten Rohstoffe waren damals Naturkautschuk (der im 18. Jahrhundert entdeckt wurde), Cellulose, die Ende des 19. / Anfang des 20.

Jahrhunderts zu ParkesinZelluloid oder Cellophanverarbeitet wurde, sowie Milchbestandteile wie Casein, aus dem 1897 Galalith hergestellt wurde. Jahrzehnte später kam mit Rilsan (oder Polyamid 11) im Jahr 1947 der erste technische Biokunststoff auf den Markt, der ausgezeichnete mechanische Eigenschaften und hohe chemische Beständigkeit bot. In den 1990er-Jahren folgten heute bekanntere Biokunststoffe wie PLA, PHA und plastifizierte Stärke, denen die rasche Entwicklung der grünen und weißen Chemie mit der Verwertung von Biomasse (Stärke, Zucker, Cellulose, etc.) zugutekam.

Neben der Entwicklung neuer biobasierter und / oder biologisch abbaubarer Polymere wie z.B.

PEF beruhen die Hauptentwicklungen auf die Diversifizierung der zur Herstellung der Materialien verwendeten Rohstoffquellen und die meisten Arbeiten konzentrieren sich auf die Verwertung von Nebenprodukten und Abfallstoffen aus verschiedenen Biomassen.