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FILASTERID Projekt: Eine neue Kette zur Verwertung von Seesternen

NaturePlast nimmt am FILASTERID-Projekt teil, zusammen mit engagierten wissenschaftlichen und industriellen Akteuren, um eine sich vermehrende Spezies in eine nachhaltige Ressource umzuwandeln. Dieses interregionale Projekt zielt auf die Strukturierung einer vollständigen Wertschöpfungskette für Seesterne ab, die trotz ihres Reichtums an der bretonischen Küste derzeit kaum genutzt werden. Ein Umwelt- und Wirtschaftsproblem Die Verbreitung von Seesternen(Asterias […]

NaturePlast nimmt am FILASTERID-Projekt teil, zusammen mit engagierten wissenschaftlichen und industriellen Akteuren, um eine sich vermehrende Spezies in eine nachhaltige Ressource umzuwandeln. Dieses interregionale Projekt zielt auf die Strukturierung einer vollständigen Wertschöpfungskette für Seesterne ab, die trotz ihres Reichtums an der bretonischen Küste derzeit kaum genutzt werden.

Ein Umwelt- und Wirtschaftsproblem

Die Verbreitung von Seesternen(Asterias rubens und Marthasterias glacialis) führt zu starken Störungen:

  • Räuberei auf Muscheln,
  • Beschädigung von Fischereigeräten,
  • Rückgang der Erträge in der Muschelzucht.

Wenn diese Seesterne als Beifang in den Netzen landen, sterben sie ab und erzeugen eine Biomasse, die bislang nicht ausreichend genutzt wird.

Drei komplementäre Verwertungswege

FILASTERID zielt darauf ab, diese Biomasse in eine nützliche Ressource umzuwandeln, und zwar in drei Richtungen:

  • Produkte für die Tierernährung (organischer Teil),
  • Produkte für die Pflanzenernährung (bioaktive Extrakte),
  • Biomaterialien: Funktionalisierte Füllstoffe für biobasierte und/oder biologisch abbaubare Polymere (mineralischer Anteil).

Eine natürliche Architektur mit überraschenden Eigenschaften

NaturePlast ist im Bereich der Biomaterialien tätig. Unsere Aufgabe ist es, den mineralischen Teil (das Skelett) durch Mahlen, Mikronisieren und Sieben zu verarbeiten und ihn dann in Polymeren in verschiedenen Maßstäben (Labor, Pilot und Herstellung erster Prototypen) zu integrieren.
Dieses Skelett zeigt unter dem Mikroskop eine poröse Struktur, die mit einem Schweizer Käse vergleichbar ist: ein Material voller kleiner natürlicher Tunnel. Diese Konfiguration ermöglicht die Integration von Wirkstoffen, wie z.B. ätherischen Ölen.

Beispiel für mögliche Anwendungen :

  • Anti-Mücken-Armbänder, bei denen der Wirkstoff direkt in das Material eingekapselt ist,
  • Gartenzubehör, das allmählich kulturabstoßende Substanzen freisetzt.

Eine erste technische Phase läuft

Wir haben die ersten Proben erhalten und werden im Sommer mit den Mahlversuchen beginnen. Unser Partner wird die ersten Tests zurIntegration von Wirkstoffen durchführen. Ziel ist es, die richtigen technischen Parameter zu definieren, um Materialien zu erhalten, die sowohl funktionell als auch ästhetisch sind.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das Projekt vereint mehrere Partner:

  • Agro Innovation International (CMI Roullier), dem Träger des Projekts – Tier- und Pflanzenernährung,
  • Muséum National d’Histoire Naturelle – Station marine de Concarneau – biologisches Gutachten und Sammlung,
  • Université de Bretagne Sud – ComposiTIC-Plattform – Modellierung und Charakterisierung von Materialien,
  • NaturePlast, für die Entwicklung von Formulierungen und die Formgebung von Biopolymeren.

Das FILASTERID-Projekt wird bis 2028 laufen, mit dem Ziel, einen nachhaltigen Sektor für eine heute noch nicht ausreichend genutzte Ressource aufzubauen.


Weitere Informationen und Verfolgung der Entwicklung des Projekts: natureplast.eu/projekt/filasterid

Quelle: ComposiTIC - Université Bretagne Sud
Quelle: ComposiTIC – Université Bretagne Sud