Der Bauspielzeugriese Lego möchte seine Bemühungen fortsetzen, die Umweltauswirkungen seiner kleinen Plastikbausteine zu reduzieren. Es wurden bereits Schritte unternommen, um den CO2-Fußabdruck zu verringern, indem die Größe der Verpackungen reduziert und in einen Offshore-Windpark investiert wurde: Burbo Bank Extension. Im September 2017 kündigte die Gruppe den Bau des LEGO Sustainable Materials Centre an und setzte sich das Jahr 2030 als Ziel für die Markteinführung alternativer, umweltfreundlicherer Materialien, die die derzeit verwendeten Materialien ersetzen sollen.
Dieses Zentrum, das von Lego mit mehr als 134 Millionen Euro finanziert wird, dient der Erforschung und Entwicklung von umweltfreundlicherem Biokunststoff, der den aus Erdöl gewonnenen Kunststoff, der bei der Herstellung von Bausteinen verwendet wird, ersetzen kann. Dieses ehrgeizige Projekt wird auch die Einstellung von 100 Spezialisten für die Entwicklung dieser neuen Biomaterialien ermöglichen.
Darüber hinaus möchte der Vorsitzende der Lego-Gruppe, Jørgen Vig Knudstorp, bestätigen, dass die Qualitäts- und Sicherheitsstandards weiterhin Priorität haben und nicht vernachlässigt werden, ebenso wenig wie das Design der Teile. Frühere Tests mit erneuerbaren Materialien führten zu stumpfen und nicht glänzenden Produkten, wie es derzeit der Fall ist. Der Aspekt der Nachhaltigkeit wird ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, da Spielzeug oft über Generationen hinweg weitergegeben wird.
Diese Bereitschaft, die Produktionsweise zu ändern, insbesondere durch den Einsatz von Biokunststoffen, dürfte die negativen Auswirkungen auf die Umwelt erheblich reduzieren. Die Wahl dieser Biomaterialien folgt der allgemeinen Begeisterung sowohl der Unternehmen als auch der breiten Öffentlichkeit. Obwohl sie heute nur ein Prozent der Gesamtmenge an Kunststoffen ausmachen, ist ihr Wachstum exponentiell, da die Nachfrage aufgrund des starken Interesses der Verbraucher an umweltfreundlicheren Produkten steigt.
Umweltfreundlicher zu werden ist das Ziel großer Konzerne, die wie Lego oder Coca-Cola ihr Image verbessern wollen. Lego hat in Zusammenarbeit mit dem WWF und Climate Savers eine Kampagne durchgeführt, bei der 100 % saubere Energie verbraucht wird. Diese Unternehmen haben einen so großen Anteil an der heutigen Welt, dass es unmöglich ist, an den Umweltschutz zu denken, ohne dass sie eine Rolle spielen und mit gutem Beispiel vorangehen.
Grünes Licht
Im Einklang mit ihrer Leitlinie, die Umweltauswirkungen zu reduzieren, hat die Lego-Gruppe Anfang März 2018 angekündigt, einige ihrer Elemente aus Polyethylen pflanzlichen Ursprungs herzustellen. In der Tat werden die Elemente, die Pflanzen (Bäume, Büsche) darstellen, die unter der Produktreihe „botanical“ eingeführt werden, ab sofort aus erneuerbarem Kunststoff hergestellt, der insbesondere aus Zuckerrohr gewonnen wird. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung des Ziels, bis 2030 alle aus ABS hergestellten Steine durch ein nachhaltiges und umweltfreundliches Material zu ersetzen.
QUELLE: http://mashable.france24.com/monde/20170905-lego-plastique-biomateriaux-renouvelable-biodegradable
